Die Sorge im Gesundheitswesen

Ein Zitat von Professor Constanze Giese bewegt mich heute: “
Pflege ‚…repräsentert den Institutionszweck des Gesundheitswesens in besonderem Maße, da sie dem Anspruch an Humanität der Versorgung in angemessenem Facettenreichtum Sorge trägt. Wo dieser verblasst, beginnen die technischen und ökonomischen Mittel zu wuchern und ihre Gesetzmäßigkeiten lassen das Patientenwohl in den Hintergrund geraten. Deshalb muss sich Pflege zeigen.“
Stimmt. Die Sorge und Fürsorge treibt die Pflege an. Und bringt sie in Zeiten der wirtschaftlichen Zwänge an die Grenzen. Es ist beispielsweise nicht möglich, einer demenzkranken Person die alles alleine machen will die Medikamente in 5 Minuten zu verabreichen. Es braucht ein beruhigendes Gespräch und Überzeugungsarbeit um diese Tätigkeit zur Zufriedenheit des Patienten durchzuführen. Das kann schonmal 20 Minuten dauern. Es nützt Niemandem an dieser Stelle Zeitdruck auszuüben, im Gegenteil.
Die Pflege muss sich zeigen. Damit das Patientenwohl nicht in den Hintergrund gerät.

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