Pflegetagebuch – Fachsprache

Hier geht es wieder um das Thema des Pflegetagebuches. Beim Erstellen ist es wichtig die ausgeübten Tätigkeiten zu erläutern, dies geht mit der Fachsprache. Durch die Verwendung der Fachsprache ist es für den Gutachter einfacher den Inhalt des Pflegetagebuches zu verstehen und Missverstädnissen wird vorgebeugt.

 

Hier eine Mitschrift des Inhalts:

 

Ich möchte Ihnen jetzt das Pflegetagebuch näher bringen.

Während meiner Zeit, das waren 12 Monate, beim MDK habe ich über 400 Gutachten erstellt und die Fachsprache benutzt. Die Fachsprache, das bedeutet z.B. das:

  1. U – Unterstützung
  2. A – Anleitung
  3. B – Beaufsichtigung
  4. TÜ – Teilweise Übernahme
  5. V – Vollständige Übernahmne

der Pflegetätigkeit.

 

1. Das U wie Unterstützung

Das U bedeutet Unterstützung. Was bedeutet nun Unterstützung im Rahmne der Pflege, die Sie bei Ihrem Angehörigem durchführen.
Das U heisst z.B., dass Sie das Waschwasser einfüllen morgens beim waschen, dass Sie die Waschutensilien bereitstellen, die Zahnpastatube öffnen.
Ein U heisst z.B., dass Sie die Kleidung zurechtlegen.
Also was drumherum passiert, wenn Sie etwas hinlegen müssen, etwas wegräumen müssen, das bedeutet das U.

 

2. Das A wie Anleitung

Das A bedeutet Anleitung und die Anleitung zu beschreiben im Pflegetagebuch, das ist wirklich ein sehr wichtiger Teil, weil da können sehr viele Pflegeminuten zusammen kommen. Das ist übrigens auch eine sehr anstrengende Tätigkeit, die Sie als pflegender Angehöriger leisten.
Das trifft vor allem zu bei Menschen mit Demenz oder bei Menschen mit Suchterkrankungen oder mit Depression.
Anleitung bedeutet, dass Sie demjenigen immerzu sagen müssen, was er zu tun hat.
Das fängt morgens beim Aufstehen an, dass Sie Auffordern ‚Jetzt ist Zeit aufzustehen‘ und da auch bei bleiben müssen, weil derjenige sonst nicht aufsteht.
Das ist bei depressiven häufig so. Das geht dann weiter beim Waschen. Sie müssen alles Anleitung, nicht nur das der Angehörige sich waschen soll, sondern das auch sehr sehr kleinschrittig werden: „Jetzt nehmen wir dan Waschlappen, jetzt wird das Gesicht gewaschen, die Ohren“. Wirklich Stück für Stück den Körper waschen, was derjenige selber macht, aber Sie müssen dabei bleiben und das anleiten und dafür immer sorgen, dass der Vorgang weiter geführt wird.
Das geht beim Essen weiter, viele Demenzkranke hören einfach mitten beim Essen auf oder beim Trinken und Sie sagen dann: „Jetzt ist der Teller immer noch voll, bitte iss und trink jetzt weiter“.
Das bedeutet anleiten.

 

3.) B wie Beaufsichtigung

Das B bedeutet Beaufsichtigen. Wenn Sie jemanden Beaufsichtigen, bedeutet das, dass Sie die ganze Zeit während des Vorgangs dabei sind. D.h. beim Waschen dürfen Sie nicht weggehen aus dem Badezimmer. Sie bleiben dabei weil derjenige sich, z.B. selbst gefährdet oder weil die Gegenstände, wie die Seife, nicht mehr als solche benutzt werden, sonder meinetwegen auch gegessen werden. D.h. Sie wenden Schaden ab von der zu pflegenden Person und können nicht weggehen.
Das heisst beaufsichtigen und ist ein wirklich grosser Unterschied zum Anleiten.

 

4.) TÜ wie teilweise Übernahme

TÜ heisst teilweise Übernahme. Wenn Sie eine teilweise Übernahme, wie z.B. bei der Grundpflege, beim Waschen übernehmen, bedeutet das, dass Sie den Oberkörper Ihren Angehörigen z.B. selber waschen lassen, da er es auch schafft und ab Gürtellinie abwärts aus Gründen wie die Luft wird knapp, die Kraft reicht nicht, Sie dann übernehmen und dann den unteren Bereich, die Füsse waschen.
Das ist TÜ

 

5.) V wie vollständige Übernahme

V heisst vollständige Übernahme. Wenn Sie die vollständige Übernahme in Ihrem Pflegetagebuch notieren, bedeutet das, dass Sie z.B. in der Grundpflege wirklich alles übernehmen. Ihr zu pflegender kann in dem Bereich wirklich nichts mehr selber machen, vielleicht noch das Gesicht waschen, ansonsten übernehmen Sie die Ganze Tätigkeit.

 

Beim Schreiben des Pflegetagebuches geht es darum, welchen welchen Pflegebedarf Sie ihrem Angehörigem bei der:

  • Körperpflege
  • Mobilität
  • Ernährung

geben.

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