Job und Pflege der Angehörigen vereinbaren…

Ich bin gerade auf ein Interview mit Moritz Avenarius gestoßen. Er sagt: „In Zukunft wird flexible Arbeitsplatzgestaltung jedoch immer relevanter für alle Unternehmen hierzulande, dafür sorgt der demographische Wandel noch aus einem anderen Grund, Stichwort pflegebedürftige Angehörige. Unsere Eltern erfreuen sich eines längeren Lebens, was auf der anderen Seite aber auch längere Pflegezeiten nach sich zieht. Gleichzeitig gibt es weniger Nachkommen, wodurch sich die Unternehmen anteilig auf mehr Arbeitnehmer in den Betrieben einstellen müssen, die wegen eines zu pflegenden Angehörigen länger ausfallen können. Anders als beim Thema Kinderbetreuung ist das deutlich weniger planbar und viel individueller von Fall zu Fall. Hier rollt ein weitere gesamtgesellschaftlich bedingte Welle an, die Unternehmen zu mehr Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung zwingen wird, einfach um die eher abnehmende Zahl guter Fachkräfte zu halten.“

Ich begrüße es sehr, dass Herr Avenarius in Person des Innovationsmanagers das Thema der Pflege auf den Tisch bringt. Die pflegenden Angehörigen sind der größte Pflegedienst und ich denke, dass dies aus vielen Gründen so bleiben wird. Auch wenn Eltern vielleicht nicht in jedem Fall erwarten dass die Kinder sich kümmern, freuen sie sich doch immer sehr, wenn Sohn oder Tochter nach dem rechten sieht. Ich erlebe in der Pflegepraxis sehr unterschiedliche Angehörige. Die Palette reicht von: ein klein wenig pflegen bis Rund im die Uhr Versorgung. In letzter Zeit haben ja einige Menschen über die Pflege ihrer Angehörigen in Bücherform berichtet. Vor allem das Thema Demenz berührt in diesem Zusammenhang sehr. Wenn ich mit Angehörigen über die Demenzkrankheit spreche, kommt es häufig zu emotionalen Momenten. Aber im Gespräch wird das Thema Demenz begreifbar und ich versuche sehr individuell einen angemessenen Umgang zu vermitteln.
Meine Idee der Pflegepraxis2.0 ist aus meiner Sicht gut geeignet, um sich dem Thema Pflege zu nähern und eine Hilfestellung zu erhalten.

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