Mein Anliegen-die pflegenden Angehörigen unterstützen

„Man fühlt sich hilflos, wie der letzte Mensch, der um Almosen bettelt“ sagt Gabriele M., die monatelang in einem bürokratischen Hürdenlauf um eine Pflegestufe für ihre hinfällige Mutter kämpfte.
Das Zitat stammt aus der ZDF Sendung „Die Pflegefalle“. Die Sendung wird bei Facebook immer wieder verbreitet und ploppt so an manchen Tagen wieder auf. Ich weiss , dass Gabriele eine Angehörige ist, die ausspricht, was vielen Angehörigen in Deutschland täglich begegnet.

Was kann man tun?
Seit vielen Jahren bin ich in der Pflege tätig, zu der täglichen Arbeit gehört auch das Gespräch mit den Angehörigen. Im Pflegealltag der Kliniken ist es unter den aktuellen Bedingungen leider nicht immer möglich, sehr ausführlich und umfassend zu beraten. Das berichten auch die Pflegenden Angehörigen in den sozialen Netzwerken, z.B. in der Gruppe Pflegende Angehörige die von Kornelia Schmidt geführt wird.
Die vielen Fragen, die in einer neuen Pflegesituation entstehen, sind mit dem Lesen eines Buches oder einer bestimmt gut gemeinten Broschüre schwierig zu klären, da meistens die Zeit und Ruhe zum Lesen fehlt und die Interaktion benötigt wird.

Ich bin selber viel auf den Seiten der Angehörigen im Internet und beantworte Fragen zu den Themen Pflege, Beantragung der Pflegeleistungen, erläutere Abläufe, gebe Tipps, motiviere. Das tun viele meiner Pflegekollegen und natürlich die pflegenden Angehörigen selbst, sei es bei Facebook oder als Videos bei youtube. Ich finde die Möglichkeit des Internet einfach sehr praktisch. Es gibt immer Menschen, die auch online sind, rund um die Uhr. Die Fragen werden schnell und vielseitig beantwortet.
So entsteht mit der Zeit ein Netzwerk, das die Pflegesituation mit guten Tipps unterstützen kann.

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