Pflegestufe als Eintrittskarte

Häufig werden Pflegebegutachtungen durch den MDK durchgeführt, deren Ergebnis für die pflegenden Angehörigen negativ ausfällt. Keine Minuten anerkannt und daher keine Pflegestufe. Einen Widerspruch schreiben weniger als 7 Prozent. Die Familien fühlen sich allein gelassen und verstehen das System nicht, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir fallen da so viele Beispiele aus der Praxis ein. Es ist ja so, das die Menschen, die gepflegt werden, in der Begutachtungssituation sehr gut dastehen möchten und plötzlich ganz viel selber können. Ich finde das menschlich, die Meisten sind nicht gern auf Hilfe angewiesen. Auch Menschen mit Demenz geben sich sehr viel Mühe, die Hilflosigkeit bei der Begutachtung zu verstecken. Ich habe es auch schon erlebt, das der Pflegende plötzlich „alles gar nicht so schlimm“ findet. Im Gutachten kann natürlich nur das stehen, was man sieht oder erzählt bekommt oder zum Nachlesen hingelegt worden ist. Da ist das Dilemma oder liegt der Hase im Pfeffer. Aber es gibt eine Lösung wenn die gewünschte Pflegestufe abgelehnt würde oder die Demenz nicht berücksichtigt wurde: ein differenzierter und gut begründeter Widerspruch. Wer da Bedarf hat, bitte eine mail an mich über www.Zuhause-im- Alter.eu. Durch die Pflegestufe erhalten die Familien eine Vielzahl an Möglichkeiten der Unterstützung, damit ihre Lieben zuhause bleiben können.

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