Pflegetagebuch

Mein erster Video Blog behandelt das Thema häusliche Pflege und die Frage: warum sollte ein Pflegetagebuch geführt werden, wenn die Pflegestufe beantragt wird.

Die pflegenden Angehörigen sind der größte Pflegedienst in Deutschland. Die Angehörigen vermeiden so einen Aufenthalt ihrer Angehörigen in einem Pflegeheim oder Altenheim. Es gibt Situationen, in denen ein Pflegeheim oder Altenheim unausweichlich ist, aber mit Pflegeld und der richtigen Pflegestufe gibt es gute Alternativen. Der Pflegedienst kann eine sein oder die Tagespflege. Man kann die Angebote auch kombinieren, ab 1.1.2015 sind die Unterstützungen parallel einsetzbar, ohne das gegeneinander verrechnet wird.

Für die Pflegestufe muß ein MDK Gutachten erstellt werden. Dieses kann mit einem formlosen Antrag bei Ihrer Kasse bestellt werden. Die Pflegestufe ist natürlich wichtig für das Pflegegeld und auch wenn man einen Pflegedienst bestellen möchte.
Das Pflegetagebuch hilft dem Gutachter bei der Bestimmung der Pflegestufe.
Der Pflegedienst kann auch die Pflegestufe beantragen, in einem Pflegeheim bzw. Altenheim wird dies auch automatisch gemacht. Wenn man als Angehöriger frei und selbstbestimmt sein möchte, also unabhängig vom Pflegedienst, Pflegeheim, Altenheim, so kann die Pflegestufe auch selber beantragt werden. Der Pflegebedürftige oder Betreuer muß den Antrag eigenhändig unterschreiben.

Hier eine kurze Zusammenfassung des Inhalts:
Hallo, ich bin Schwester Diana, wohne in Hamburg und leite einen ambulanten Pflegedienst. Ich bin seit 24 Jahren Krankenschwester und möchte die pflegenden Angehörigen bei ihrer wertvollen und anstrengenden Aufgabe unterstützen.
Sie möchten die Pflegestufe beantragen? Dafür melden Sie sich bei der Pflegekasse. Dort kann man einfach anrufen und Unterlagen anfordern oder einen formlosen Brief hinschicken. Auch erste Fragen werden bei der Pflegekasse beantwortet. Die Homepages der Pflegekassen bieten auch viele Informationen, manchmal gibt es dort auch Vorlagen für Anträge. Der Antrag muss vom zu Pflegenden selber unterschrieben sein.

Innerhalb von 4 Wochen kommt ein Gutachter und unterhält sich mit Ihnen und Ihrem Angehörigen. Wichtig ist, dass Sie auf das Gespräch vorbereitet sind. Dafür kann man z.B. ein Pflegetagebuch schreiben, den Inhalt von einem Tagebuch muß der Gutachter beachten.

Der Gutachter möchte wissen, welche Unterstützung der zu Pflegende bei

  • der Körperpflege
  • der Mobilität
  • der Ernährung und
  • der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt.

Im Pflegetagebuch soll enthalten sein, wie Sie bei der Körperpflege helfen und in welcher Art und Weise.
Unterstützen Sie nur und stehen daneben oder übernehmen Sie auch (teilweise) Körperpflege.
Genauso bei der Mobilität, z.B. dem Gang zur Toilette. Müssen Sie anleiten also z.B.den Weg zur Toilette zeigen oder müssen Sie beim Gehen helfen, mit Einhaken,  damit der Angehörige nicht fällt.
Bei der Hauswirtschaft schreiben Sie bitte auf, was genau Sie dort machen. Übernehmen Sie die ganze Hauswirtschaft, gehen Sie Einkaufen, müssen Sie kochen oder übernehmen Sie nur Teilbereiche.

 

tl;dr

Die Pflegestufe wird bei der Kasse beantragt, diese schickt den Gutachter. Für den Gutachter sollte man mit einem Pflegetagebuch vorbereitet sein.

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