X.Kongress für Gesundheitsnetzwerker

Am 29. und 30. April war ich zum Bloggen von Frau Pia Maier nach Berlin eingeladen worden. Die 2 Tage waren superspannend und ich hatte das Gefühl, dass sich langsam aber sicher etwas in der Gesundheitsbranche tut – in Richtung Digitalisierung.

Als Erstes wurden Preise verliehen. Das gehört zum guten Ton solcher Veranstaltungen.
Die Idee und das Ziel des Projektes solimed aus Solingen im Bereich Pflegemanagement haben unter anderem überzeugt. Der Flyer beschreibt das Projekt: „Schnelle, einfache und datenschutzgesicherte Kommunikation und bessere Kooperation aller an der Pflege von Patientinnen und Patienten beteiligten Berufsgruppen, das ist das Ziel des Projektes.“

Sehr deutlich wurde von den verschiedensten Menschen auf dem Kongress immer wieder betont, dass die Kommunikationstechnik und nachfolgende Vernetzung wichtig ist, um unser Gesundheitssystem zu verbessern und effektiver zu gestalten. Vielen geht der Fortschritt viel zu langsam und mit dem Blick auf andere Länder ist das wohl richtig. Wir sind im Wettbewerb mit Apple und Google, die längst erkannt haben, was der Gesundheitsmarkt für eine Schatzkiste ist.
Mit deutschem Sektorendenken ist die Nutzeraffinität der Patienten zu smartphone und co schwer zu vereinbaren. Und alle sind sich einig, das E-Health Gesetz muss verbessert werden.

Gesetze und Kreativität – das geht für mich erstmal nicht wirklich zusammen. So gesehen bei Tinnitracks, ein kreatives Beispiel für Internetmedizin. Etwa 3 Millionen Tinnitus Betroffene allein in Deutschland könnte mit der Methode der Musikumwandlung geholfen werden. Wer heilt hat Recht. Es ist wohl eher nicht davon auszugehen, das die Krankenkassen die Massnahme als Therapie bezahlen. Tinnitracks wird weiter mit Krankenkassen Gespräche führen, ich drücke die Daumen.

So zeigt sich auch auf der Konferenz, dass doch alle viel zu sagen haben zum Thema Digitalisierung, aber die Macher in der Minderzahl sind. Der Startup Parcour wird auf jeden Fall sehr gut angenommen und die Stars der #Internetmedizin erhalten eigene Foren und werden angehört, wie z.B. Patientus, Dr.Johannes, Preventicus und Affective Signals.

Videos sind die Zukunft. Internetvideos sind leicht zugänglich, kosten nichts und es entsteht eine Beziehung. Dr. Johannes sagt, er sei wie ein Fernsehkoch. Medizinische Sachverhalte vom Fachmann erklärt, daran kann nichts falsch sein. Der User kann sich alles so oft ansehen und hören wie er möchte. Dr.Heart Stefan Waller ist Herzspezialist und bringt seine Videos zu diesem Thema heraus. Das Engagement der Fachleute ist groß und Vieles wird neben Job und Familie erstmal ohne Honorar hergestellt. Meine Pflegepraxis 2.0 eingeschlossen.

Die Finanzierung von Projekten wird thematisiert. Dr.Hildebrandt von OptiMedis und die Höhle des Löwen zeigen, wie schwierig und kompliziert Finanzierungsrunden sind. Diese Hürden müssen aber genommen werden, will das Startup erfolgreich sein. Es wünschen sich viele Akteure, dass auch die bisherigen Kostenträger mutiger werden und die Internetmedizin ein Teil der Leistungskataloge wird.

Es hat super Spass gemacht mit meinen Kollegen Silke und Martin zu Bloggen,

mit Lena von Tinnitracks, Bloggern Anja und Martin sowie Thomas und Stefan von Preventicus Essen zu gehen.

Vielen Dank Pia Maier für die Einladung zum Kongress. Eine sehr gelungene Veranstaltung.

Bis bald beim Hauptstadtkongress 2015.

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